Neues Markt-Konzept für Schöllkrippen
Main-Echo Pressespiegel

Neues Markt-Konzept für Schöllkrippen

Freizeit: Vorschlag für modernisierte Veranstaltungen im Kulturausschuss der Gemeinde vorgestellt
SCHÖLLKRIPPEN  We­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie hat die Markt­ge­mein­de Sc­höllkrip­pen nach dem Mar­kus-Markt im April auch den Mi­chae­li-Markt im Sep­tem­ber ab­ge­sagt. Die Pau­se bis zum nächs­ten Jahr soll ge­nutzt wer­den, um dem Markt­ge­sche­hen ein mo­der­ne­res und at­trak­ti­ve­res Ge­sicht zu ge­ben.

Die Basis dafür bildet ein neues Standortkonzept, das Marktmeister Christof Lorenz im Ausschuss für Kultur, Sport, Familie, Senioren und Soziales erläuterte.

Die größten Neuerungen, die schon dieses Jahr hätten vollzogen werden sollen, sind demnach der Umzug der Fahrgeschäfte vom Bereich beim Sportplatz in der Häfner-Ohnhaus-Straße auf den Parkplatz in der Industriestraße und der Umzug des Stands, der als einziger noch in der Hohle verblieben war. Das wäre auch gleichzeitig der Nachteil, denn an die neuen Standorte müssten sich alle erst gewöhnen - sowohl die Aussteller, als auch die Anwohner und Besucher.

Die Vorteile des neuen Konzepts seien dagegen beachtlich. Bisher seien die Märkte im Frühjahr und im Herbst quasi zweigeteilt: Ein Bereich rund um den Marktplatz, der andere oben am Sportplatz. Dazwischen sei nichts - bis auf den einen Stand in der Hohle.

Nach dem neuen Konzept seien Stände und Fahrgeschäfte durchgängig platziert, sodass die Märkte zusammenhängend wahrgenommen würden.

Losgehen soll es auf dem Parkplatz unter anderem mit dem Autoscooter. Dann ginge es die Industriestraße weiter entlang Richtung Marktplatz. Da die Besucher dafür die Lindenstraße passieren müssten, könnte auch dieser Bereich wieder belebter werden. Die Stände mit Essen und Getränken, darunter ein Festzelt am Parkplatz Industriestraße, könnten gleichmäßig verteilt werden, und sogar der Rathausgarten wäre dann leichter ein Teil des Marktgeschehens. Außerdem wäre der Brandschutz gewährleistet, weil die Feuerwehr über ausreichend breite Stellplätze innerhalb des Marktgeschehens verfügen würde und im Falle eines Falles nicht mehr in der schmalen Hohle agieren müsste.

Änderungen noch möglich

Bürgermeister Marc Babo (CSU) ergänzte, dass das »grobe Konzept« zwar feststehe, Änderungen aber noch möglich seien. »Das Konzept ist gut«, lobte Ansgar Eich (CSU). Trotzdem befürchtete er, dass zunächst nicht die große Masse an Besuchern kommen werde. »Die Menschheit ist neugierig«, hielt Lorenz dagegen. Geprüft habe er dennoch, ob man den Montag als Markttag weglassen könnte. Das hätten aber viele Händler nicht gewollt, und das Komprimieren auf einen Markt habe der Gewerbeverein abgelehnt. Tim Dedio (CSU), Silvia Röhrig (FW) und Marco Melges (Die Grünen) steuerten noch ein paar weitere Ideen bei; etwa ein Weindorf im Herbst oder eine Gewerbeschau.

Abschließend erklärte Lorenz noch die nächsten Schritte. Das neue Verkehrskonzept sei vom Landratsamt bereits genehmigt worden. Es müssten nur noch die Fahrten der Schulbusse und das Sicherheitskonzept der Feuerwehr geklärt werden. Geplant sei ein Parkleitsystem, für das die Beschilderung noch organisiert werden müsse. Die Vereine und Händler seien bereits angesprochen worden. Das werde wiederholt, sobald der nächste Markt stattfinden könne.

Hintergrund

Wird das neue Standortkonzept der Märkte in Schöllkrippen umgesetzt, finden die Besucher den Autoscooter künftig auf dem Parkplatz in der Industriestraße, hinten rechts im Bild. Foto:

13.07.2020
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