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Verabschiedung von Kleinkahls Bürgermeisterin Angelika Krebs
Erstelldatum05.05.2026
Am Dienstag, den 28.04.2026 wurde Angelika Krebs, die langjährige Bürgermeisterin von Kleinkahl, von der Gemeinde und den Vereinen mit einer sorgfältig geplanten Feier am Dorfladen bei bestem Wetter verabschiedet.
Organisiert und moderiert wurde dieses Fest von der Gemeinderätin Petra Streitenberger. Gestartet wurde das Programm um 17 Uhr direkt am Dorfladen. Zuallererst ging es aber mit einem festlich geschmückten Traktorwagenzug durch die fünf Ortsteile von Kleinkahl.
Angelika Krebs fand sich pünktlich um 16 Uhr, wie vereinbart, am 1971 eingeweihten Rathaus ein, welches vormals als Flachdachbau erstellt wurde und erst 1986 sein Satteldach erhielt und von da aus die Fahrt starteten sollte. Dort wurde Angelika Krebs von den noch aktuell amtierenden Gemeinderäten in Empfang genommen. Gemeindearbeiter Mathias Rosenberger stand in festlicher Kleidung bereit und fungierte als Fahrer des Traktorzuges. Auf der Fahrt begleitet wurde Angelika Krebs von den Gemeinderäten, vom ausscheidenden zweiten Bürgermeister Walter Büttner, Andrea Blam, zukünftige Bürgermeisterin Barbara Jäger, Frank Beck, Klaus Rothenbücher, Petra Schuhmacher, Thomas Rosenberger, Frank Staab und Klaus Albert. Wegen eines Feuerwehreinsatzes stieg Frank Büttner erst am 1996 neu erbauten Feuerwehrhaus in Großkahl hinzu. Vorbei ging die Fahrt in Richtung Kleinlaudenbach an der im Jahre 1908 erbauten Schule von Kleinkahl. Zuvor gingen die Kinder in das im Jahre 1822 als Schulhaus gebaute und jetzt leerstehende Pfarrhaus gegenüber dem Haupteingang der Kirche zur Schule.
Spontan besorgte Andrea Blam auf der Fahrt bei einem vorbeifahrenden Eiswagen Flutscheis für die ganze illustere Gesellschaft, für das flüssige Wohl war auch in Form von Bier und antialkoholischen Getränken gesorgt. Weiter vorbei ging es an der Gemarkungsgrenze von Kleinkahl zu Kleinlaudenbach am „Scholze Hellchen“, einer von vielen Bildstöcken die sich auf dem Kleinkahler Gemeindegebiet befinden. Das „Scholze Hellchen“ erinnert an den 1814 verstorbenen Kleinlaudenbacher Bürgermeister Johann Adam Pistner, so ist es der Inschrift am Hellchen zu entnehmen. Er stammt aus dem Gehöft, wo auch heute, die im März frisch gewählte Bürgermeisterin, Barbara Jäger zu Hause ist. Ebenso war auch der Erste, nach dem zweiten Weltkrieg, frei gewählte Bürgermeister von Kleinlaudenbach, Josef Fleckenstein, hier zu Hause gewesen. Er war das gemeindliche Oberhaupt der ehemals selbstständigen Ortschaft Kleinlaudenbach bis zur Gemeinde-verwaltungsreform in den 1970er Jahren.
Weiter ging die Fahrt durch die Ortsteile Großlaudenbach, Großkahl, vorbei am Bauhof (2013 eingeweiht), in den Westerer Weg (Wohnhaus von Angelika Krebs) über die Spange nach Edelbach (Kindergarten und Backhaus) und wieder zurück nach Kleinkahl. Zwischendurch gab es mehrere kleine Stop‘s an markanten Haltepunkten, an denen Klaus Rothenbücher einige Anekdoten von sich gab, die aus der Gemeindeverwaltungstätigkeit während der 30-jährigen Amtszeit von Angelika Krebs stammten. Unter anderem „Die Stützmauer“, „Der M-F-Gedächnishubbel“, „Die Spange“ um nur einige zu nennen.
Am Dorfladen angekommen wurde Angelika Krebs dort schon von einigen hundert Gästen erwartet. Beim Abstieg vom Wagen ging sie durch einen Dreschflegelspalier gebildet aus Berthold Rosenberger und Klaus Zieger.
Als erster Höhepunkt der Verabschiedung bedankten sich die Kindergartenkinder mit einem großen selbstgemalten Plakat und einem Liedvortrag mit selbst gebastelten Geschenkeüberreichungen zwischendurch. Als nächstes folgten die Glückwünsche vom Pastoralen Raum oberer Kahlgrund überreicht durch Pfarrer Sebastian Krems.
Einige Pfarrer hatte Angelika Krebs während ihrer Amtszeit Kommen und Gehen sehen. Dazu gehörten Pfarrer Anton Emge, Ferdinand Welzbacher, Slawomir Olszewski, Stefan Redelberger, Adalbert Benker und zuletzt Christian Grebner.
Weitere Glückwunschüberbringer waren der ehemaliger Bundesabgeordneter Norbert Geis, die stellvertretende Landrätin Claudia Papachrissanthou und natürlich die Familie.
Nun folgte der Höhepunkt des späten Nachmittages. Petra Schuhmacher leutete die Haupt-Geschenkübergabe mit einer Rede ein. Danach wurde die „Ruhebank“ mit der Beschriftung 30 Jahre Bürgermeisterin von Kleinkahl von einigen Gemeinderatsmitgliedern auf das Podium getragen. Das Haupt-Geschenk wurde finanziert aus Geldgeschenken der einzelnen Ortsvereinen, dem Gemeinderat und sonstigen Gönnern. Bei der zusammen getragenen Summe sprang sogar noch ein Reisegutschein beim bekannten Reiseunternehmen von Kleinkahl heraus.
Petra Schuhmacher übergab dann das Wort an ihre Schwester Kerstin Streitenberger, die die Rede mit dem Tenor fortführte, „Wie alles begann“, dabei nahmen Kerstin und Angelika schon mal Platz auf der Ruhebank. anschließend verabschiedete sich die frisch neu gewählte Bürgermeisterin von Kleinkahl, Barbara Jäger mit einem Geschenk bei Angelika Krebs. Es folgten eine Bürgermeisterriege aus den benachbarten Gemeinden. Unter ihnen waren Bürgermeister Marc Babo von Schöllkrippen, Felix Wissel von der Marktgemeinde Mömbris, Willi Fleckenstein von Wiesen, Albin Schäfer von Sommerkahl, Peter Kress von Karlstein und weitere.
Und, …natürlich Dr. Alexander Legler, Landrat vom Landkreis Aschaffenburg, er würdigte die Arbeit von Angelika Krebs als Bürgermeisterin mit einer phänomenalen Rede ohne Punkt und Komma mit drei Präsenten, darunter ein Ruhekissen für die Ruhebank sowie lobenden Dankesworte der Zusammenarbeit.
Nach kurzer Pause erfolgte der „Letzte Schuß“ von Angelika Krebs ins, vom FC Laudenbach 1958 e.V., aufgestellte Kleinfußballtor. Angelika war auch mal aktive Spielerin bei der Damenmannschaft vom FC-Laudenbach in den 1970/80er Jahren.
Als weitere Verabschiedungsgäste waren nun der Gesangverein Heiterkeit Kleinkahl 1908 am Start. Mit zwei Liedeinlagen und einer abschließenden Rede vom Ehrenvorsitzenden des Vereins, Alfred Leistenschläger, bedankte sich der Verein insbesondere für die Einsätze von Angelika Krebs beim traditionellen Strohballenfest zur Krönung der vielen Strohballenköniginnen. Auch ein kleiner Dreschflegel zur Zierde wurde ihr überreicht.
Mit zwei mal drei Salutschüssen und einer kleinen Ansprache vom 1. Schatzmeister Martin Behl gaben der Schützenverein Wildschütz Großlaudenbach 1911 e.V. Angelika Krebs ihren Dank und Verabschiedung zum Ausdruck.
Es folgten anschließend die Pfarrgemeinde vertreten durch Thomas Hüttel und Anette Elsässer mit einer Dankeslitanei, sowie der Gesangverein Eintracht Großkahl 1925 ebenfalls mit Liedbeiträgen und Dankesrede von Frank Rienecker.
Der krönende Abschluss dieses Festaktes wurde durch den einmaschierenden Musikverein Edelbach gebildet. Mehrere Liedbeiträge und die Dankesrede von Thomas Fleckenstein rundeten den Abend ab.
Bei bester Laune und trockenem Wetter kling der Abend dann gegen 23 Uhr aus. Nicht zu vergessen wären noch ein großes Dankeschön an alle Helfer, sei es an der Zapftheke (Herman Josef Jäger und Reiner Neder - DJK Kleinkahl 1986 e.V.) oder an der Essensausgabe und allen anderen die zum Gelingen dieses Festaktes beigetragen haben.
Was noch zu erwähnen wäre! Angelika Krebs Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater Johann(es) Adam Streitenberger war ebenfalls im Jahre 1812, in der vorbayerischen Zeit, als die fünf selbstständigen Gemeinden zum Großherzogtum Frankfurt gehörten Bürgermeister der Gemeinde Großkahl und sie war mit 30 Jahren die am längsten bisher amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde Kleinkahl, zutreffend auf alle Fälle für die Nachkriegszeit.




